Jänner 17, 2020 Jürgen

Von Vorurteilen über Bauern bis zu behördlichen Kopfschmerzen.

Ein kleiner Rückblick auf unsere ersten Monate am Hof…

 

Als Quereinsteiger (ohne Unterstützung) eine Landwirtschaft aufzubauen, ist unmöglich.

Das wage ich bereits nach wenigen Monaten zu behaupten.
Egal ob beim Umgang mit Maschinen, Stall planen oder anderen Arbeiten, würden wir hier alleine dastehen, wären wir maßlos überfordert. Deshalb sind wir sehr dankbar, für die Unterstützung, die wir bekommen. Wie wir bereits auf der Homepage erwähnt haben, sind dies in erster Linie Jürgen’s Papa Otto und Vorbesitzer Josef. Auf beide können wir uns zu jederzeit verlassen, wenn wir Hilfe benötigen. Und wenn man von einer Wohnung auf einen Hof zieht, sind das doch einige Dinge, wo man im ersten Jahr mal eine Art „Einschulung“ braucht. Besonders dann im kommenden Jahr, wenn dann die landwirtschaftlichen Arbeiten so richtig los gehen.

„Bauern sind Neider, engstirnig und vergönnen sich gegenseitig nichts.“

Dieses Vorurteil hört man, vor allem im städtischen Raum, oft über Landwirte. Nach den Erfahrungen in den letzten Monaten können wir das zu 100% widerlegen. Den mit was wir nicht gerechnet haben, ist, dass wir auch soviel Unterstützung von außen bekommen. In erster Linie von unseren Nachbarn. Aber auch viele andere Landwirte, mit denen wir in den letzten Monaten Kontakt hatten, haben sich viel Zeit genommen und uns in allmöglichen Dingen beraten und uns ihre Hilfe angeboten, falls wir irgendetwas brauchen. Soviel Hilfsbereitschaft und Offenheit uns gegenüber ist nicht selbstverständlich, und wird von uns sehr sehr geschätzt.

Die behördlichen Kopfschmerzen…

Egal ob Investitionsförderungsantrag, Herbstantrag, Existenzgründungsbeihilfe, Sozialversicherung, ÖPUL Programm, Umstieg auf Bio usw., für den behördlichen Kram ging in den letzten Monaten wahrscheinlich die meiste Zeit drauf. Und obwohl die persönliche Beratung bei Bauernkammer oder Landwirtschaftskammer wirklich super war, brummte mir nach jedem Telefonat oder Gespräch mal für kurze Zeit der Schädel, weil’s einfach so viele Dinge gibt die zu beachten sind. Mittlerweile habe ich mir über Alles einen ganz guten Überblick verschafft. Sich die Dinge aber selbst anzueignen, was andere junge Hofübernehmer vielleicht oft schon über Jahre Schritt für Schritt von den Eltern mitbekommen, kostet aber nicht nur viel Zeit, sondern auch sehr viel Energie.

Noch nicht Bio.

Den vieles wird einem von oberster Stelle nicht gerade leicht gemacht. Vor allem der Förderungsantrag kostete mit sehr viele Nerven, und auch die Umstellung auf Bio. Beides hier genauer zu erklären, würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen. Nur soviel: Wir werden in den nächsten Jahren mit Sicherheit offiziell ein Biobetrieb werden, aufgrund der nicht gerade förderlichen Richtlinien von oben, wissen wir aber noch nicht, wann das sein wird….

Zusammenfassend können wir sagen, dass unser Projekt tatsächlich eine sehr große Herausforderung ist und noch mehr werden wird. Womit wir aber auch gerechnet haben.

Dank der vielen Unterstützung und Mithilfe von außen, schreitet unser Projekt aber in kleinen Schritten voran und gibt auch unserer Motivation immer einen kräftigen Ruck.

Somit freuen wir uns auch schon auf die nächsten, bevorstehenden Aufgaben!

Jürgen & Irene

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